Was hat es eigentlich mit den Kürbissen vor unserer Tür auf sich?

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Rund um Halloween ist der Kürbis ein Hauptbestandteil in unser Küche. Es gibt Kürbissuppe, Kürbisbrot, Kürbisbrei und alles, was man aus einem Kürbis sonst noch machen kann. Aber was vor allem für Halloween steht, sind die riesige Kürbisse vor unserer Tür, denen wir Gruselgesichter in den Bauch schnitzen. Was wir wissen: Der Kürbis vor unserer Tür soll das Böse verjagen. Aber was steckt noch dahinter? Wir erzählen die Gruselgeschichte.

Eine alte Legende als Vorbild

Der Teufel soll auf der Suche nach Seelen auf den Hufschmied Jack Oldfield getroffen sein. Ein Trunkenbold, aber wie sich herausstellte auch ein Schlitzohr. Im Austausch gegen seine Seele wollte dieser einen letzten Drink vom Teufel. Da der Teufel kein Geld dabei hatte, verwandelte er sich in eine Münze. Doch Jack bezahlte nicht etwa, sondern legte die Münze mit einem Silberkreuz in seinen Geldbeutel. Der Teufel war gefangen und konnte sich nicht zurückverwandeln.

Handel mit dem Teufel

Jack machte also einen Deal mit dem Teufel, in dem er vorschlug, dass er ihn freilasse, wenn er versprach, ihn zehn Jahre lang in Ruhe zu lassen. Der Teufel musste einwilligen. Nach den zehn Jahren kam der Teufel zurück. Diesmal wünschte sich Jack einen Apfel als Henkersmahlzeit. Also holte der Teufel den Apfel, doch Jack ritzte ein Kreuz in den Baum, wodurch der Teufel wieder gefangen war. Jack wollte das Kreuz nur entfernen, wenn Luzifer ihn für immer in Frieden ließ. Der Teufel musste erneut einwilligen und ließ Jack leben.

Ein schauriges Ende

Als Jack dann alt war und bereit für den Tod, wollte ihn weder der Himmel, noch die Hölle aufnehmen. Der Teufel gab ihm lediglich ein Stück Kohle, das ihm als Licht diente, während er zwischen den Welten umherwanderte. Jack legte das Stück Kohle in eine Rübe, die ihn bis heute auf seiner Reise begleitet. Die Legende von Jack O'Lantern wie man sie nennt, war geboren und ist bis heute Vorbild für die Kürbisse vor unserer Tür.

Von der Rübe zum Kürbis

In Anlehnung an diese Legende und die Rübenlaterne, die Jack sich baute, werden heute Kürbislaternen vor die Tür gestellt. Früher gab es in Amerika weniger Rüben als Kürbisse, weshalb man kurzfristig auf den Kürbis umstieg. Die gruseligen Fratzen ritzt man tatsächlich in die Kürbislaterne, um böse Geister und Dämonen zu vertreiben. Kleine Geschenke oder Süßigkeiten sollen die Dämonen friedlich stimmen. Deshalb verkleiden sich Kindern auch an Halloween und spielen Süßes oder Saures.

Das war sie also, die Geschichte der gruseligen Fratzen vor unserer Haustür. Der Kürbis soll uns vor bösen Geistern bewahren, war aber ursprünglich mal eine Rübe, die eine verlorene Seele in der Dunkelheit begleitet. 

 

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